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Spektrumsanalysen

bearbeitet von Salome Lipfert

Mithilfe von Spektrumsanalysen können Dialektatlitätswertmessungen (kurz: D-Wert-Messung) von mehreren Sprecherinnen und Sprechern, Generationen oder Orten in unterschiedlichen Aufnahmesituationen graphisch gegenübergestellt und damit die Ausschöpfung im vertikalen Variationsspektrum sichtbar gemacht werden.

Über das REDE-SprachGIS sind Spektrumsanalysen für 60 REDE-Orte mit je einem REDE-Informanten aus einer Informantengruppe verfügbar (vgl. Abb. 1): Auf der x-Achse sind die Informantengruppen angezeigt, hierbei steht „Alt“ für Gruppe 1, „Mittel“ für Gruppe 2 und „Jung“ für Gruppe 3.
Auf der y-Achse sind die D-Werte eingetragen, dabei gilt: je tiefer das Symbol (stellvertretend für eine Aufnahmesituation), desto größer der phonetische Abstand zur kodifizierten Standardsprache.

Für jeden Sprecher sind die Aufnahmesituationen Vorlesesprache (NoSo), Interview (I), freies Gespräch (FG), intendierte Standardsprache (WS ISS) und intendierter Ortsdialekt (WS IOD) ausgewertet, die im Diagramm durch verschiedene Symbole präsentiert werden (z. B. Kreis = Interview).

Zusätzlich können mit einem Klick auf die roten Lautsprechersymbole (vgl. Abb. 1) ausgewählte Sprachproben der gewünschten Aufnahmesituation angehört werden. Die Sprachproben für die Aufnahmesituationen sind:

  • „Vorlesesprache: erster Satz der Fabel „Nordwind und Sonne
  • „Wenkersätze im individuell besten Hochdeutsch“ und die „Wenkersätze im individuell tiefsten Dialekt“: Wenkersatz 8 Die Füße thun mir sehr weh, ich glaube, ich habe sie durchgelaufen.
  • „Interview mit Explorator“ und „Unterhaltung mit selbstgewähltem, befreundetem Partner“: jeweils etwa einminütiger Ausschnitt
Abb. 1: Spektrumsanalyse für den REDE-Ort Wittlich, zugänglich über das REDE-SprachGIS